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<title>Staatskirchenvertrag</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Staatskirchenvertrag</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Als <b>Staatskirchenvertrag</b> wird in Deutschland ein Vertrag zwischen einem Staat (<a href="Nationalstaat" title="Nationalstaat">Nationalstaat</a> oder <a href="Gliedstaat" title="Gliedstaat">Gliedstaat</a>) und einer <a href="Glaubensgemeinschaft" title="Glaubensgemeinschaft">Glaubensgemeinschaft</a> bezeichnet. Staatskirchenverträge mit der <a href="R%C3%B6misch-katholische_Kirche" title="Römisch-katholische Kirche">römisch-katholischen Kirche</a> heißen <a href="Konkordat" title="Konkordat">Konkordate</a>. Soweit es sich um nicht-christliche Religionsgemeinschaft handelt, wird mitunter auch (mehrdeutig) von einem <a href="Staatsvertrag" title="Staatsvertrag">Staatsvertrag</a> gesprochen (etwa <i>Staatsvertrag zwischen der <a href="Deutschland" title="Deutschland">Bundesrepublik Deutschland</a> und dem <a href="Zentralrat_der_Juden_in_Deutschland" title="Zentralrat der Juden in Deutschland">Zentralrat der Juden in Deutschland</a></i>).
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bedeutung_und_Rechtsnatur">Bedeutung und Rechtsnatur</h2></div>

<p>Das so einvernehmlich geschaffene <i>Vertragsstaatskirchenrecht (Konkordatsrecht)</i> stellt einen Ausgleich <a href="Staat" title="Staat">staatlicher</a> und religiöser Interessen dar. Die Regelungen werden nicht einseitig gesetzt, sondern sind eine Selbstbindung der Vertragsparteien, die staatlicher <a href="Souver%C3%A4nit%C3%A4t" title="Souveränität">Souveränität</a> und <a href="Kirchliches_Selbstbestimmungsrecht" title="Kirchliches Selbstbestimmungsrecht">kirchlichem Selbstbestimmungsrecht</a>, das aus der <a href="Trennung_zwischen_Religion_und_Staat" class="mw-redirect" title="Trennung zwischen Religion und Staat">Trennung zwischen Religion und Staat</a> folgt, gleichermaßen gerecht wird. Nach der <a href="Deutsche_Wiedervereinigung" title="Deutsche Wiedervereinigung">Wiedervereinigung Deutschlands</a> hat das Vertragsstaatskirchenrecht durch die Vertragsschlüsse zwischen den <a href="Neue_L%C3%A4nder" title="Neue Länder">neuen Bundesländern</a> und den <a href="Kirche_(Organisation)" title="Kirche (Organisation)">Kirchen</a> wieder an Bedeutung gewonnen.
</p><p>Konkordate unterliegen dem <a href="V%C3%B6lkerrecht" title="Völkerrecht">Völkerrecht</a>, obwohl der Heilige Stuhl ein atypisches <a href="V%C3%B6lkerrechtssubjekt" title="Völkerrechtssubjekt">Völkerrechtssubjekt</a> ist. Sie sind insoweit vergleichbar mit <a href="V%C3%B6lkerrechtlicher_Vertrag" title="Völkerrechtlicher Vertrag">völkerrechtlichen Verträgen</a> zwischen <a href="Staat" title="Staat">Staaten</a>, unterliegen allerdings einer juristischen Besonderheit. Das deutsche <a href="Bundesverfassungsgericht" title="Bundesverfassungsgericht">Bundesverfassungsgericht</a> hat entschieden, dass Konkordate von der Anwendung des <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_32.html">Art.&nbsp;32</a></span> Abs.&nbsp;3 des <a href="Grundgesetz_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland" title="Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland">Grundgesetzes</a> („Soweit die Länder für die Gesetzgebung zuständig sind, können sie mit Zustimmung der <a href="Bundesregierung_(Deutschland)" title="Bundesregierung (Deutschland)">Bundesregierung</a> mit auswärtigen Staaten Verträge abschließen“) ausgenommen sind. Dies bedeutet, dass die Länder ausnahmsweise ohne die Zustimmung des Bundes handeln dürfen. Die Verfassungsrichter entschieden, dass diese Kompetenz aus <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_30.html">Art.&nbsp;30</a></span> in Verbindung mit <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_70.html">Art.&nbsp;70</a></span> GG (Kulturhoheit der Länder) folge, Art.&nbsp;32 Abs.&nbsp;3 GG sei als Sonderregelung nicht zu beachten. Das entspricht auch der Rechtslage unter der <a href="Weimarer_Verfassung" title="Weimarer Verfassung">Weimarer Reichsverfassung</a>. Der <a href="Verfassungskonvent_auf_Herrenchiemsee" title="Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee">Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee</a> wollte die entsprechenden Vorschriften des Grundgesetzes nicht auf Konkordate ausweiten, da „der Vatikan kein <a href="Ausland" title="Ausland">ausländischer Staat</a>“ sei. Im Ergebnis werden so die Konkordate gleichbehandelt mit den übrigen Staatskirchenverträgen. Da andere Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften nämlich nicht völkerrechtsfähig sind, ist dort schon nach dem Wortlaut des Art.&nbsp;32 Abs.&nbsp;3 GG keine Zustimmung des Bundes erforderlich.
</p><p>Andere <a href="Glaubensgemeinschaft" title="Glaubensgemeinschaft">Religionsgemeinschaften</a> sind keine Völkerrechtssubjekte. <i>Kirchenverträge</i> unterliegen deshalb (allein) dem nationalen Recht. Da die evangelischen <a href="Landeskirche" title="Landeskirche">Landeskirchen</a> in <a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a> <a href="K%C3%B6rperschaft_des_%C3%B6ffentlichen_Rechts_(Deutschland)" title="Körperschaft des öffentlichen Rechts (Deutschland)">Körperschaften des öffentlichen Rechts</a> sind, sind Kirchenverträge dort <a href="%C3%96ffentliches_Recht" title="Öffentliches Recht">öffentlich-rechtlicher</a> Natur. Dadurch ist es dem Staat möglich, durch Änderung seiner Rechtsordnung entgegen den vertraglichen Verpflichtungen zu handeln. Das ändert aber nichts daran, dass er dann gemessen am Kirchenvertrag vertragsbrüchig handelte.
</p><p>In der Praxis werden Kirchenverträge jedoch als Staatsverträge behandelt, so dass die Regeln des Völkerrechts analog zur Anwendung kommen.
</p><p>Historisch war die Rechtsnatur von Staatskirchenverträgen umstritten. Als im <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a> Staat und Kirche als Einheit verstanden wurden, sah die <i>Privilegientheorie</i> die Konkordate als Zugeständnisse der Kirche gegenüber dem Staat. Später, als die Kirchen als dem Staat untergeordnet verstanden wurden, verstand die <i>Legaltheorie</i> die <a href="Vertrag" title="Vertrag">Verträge</a> als abgesprochene (und damit auch einseitig abänderbare) staatliche Gesetze. Heute geht die <a href="Herrschende_Meinung" title="Herrschende Meinung">herrschende Meinung</a> dagegen davon aus, dass es sich um echte Verträge handelt. Durch ein parlamentarisches <a href="Transformationsgesetz" title="Transformationsgesetz">Zustimmungsgesetz</a> erhalten Staatskirchenverträge Gesetzeskraft.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Inhalt">Inhalt</h2></div>
<p>In Staatskirchenverträgen kann die momentane Rechtslage zusätzlich garantiert werden, so etwa wenn der Staat <a href="Religionsfreiheit" title="Religionsfreiheit">Religionsfreiheit</a>, <a href="Kirchliches_Selbstbestimmungsrecht" title="Kirchliches Selbstbestimmungsrecht">Kirchliches Selbstbestimmungsrecht</a>, Schutz des Kirchenguts vor <a href="S%C3%A4kularisation" title="Säkularisation">Säkularisation</a> oder <a href="Staatsleistung" class="mw-redirect" title="Staatsleistung">Staatsleistungen</a> weiterhin zusichert.
</p><p>Es können aber auch dort, wo das geltende <a href="Staatskirchenrecht" title="Staatskirchenrecht">Staatskirchenrecht</a> dafür Raum lässt, konkretisierende Vereinbarungen getroffen werden. Insbesondere bei den <i><a href="Res_mixta" title="Res mixta">res mixtae</a></i>, wo also Staat und Religionsgemeinschaften zusammenarbeiten müssen, sind Absprachen üblich: etwa bei der Besetzung der <a href="Theologische_Fakult%C3%A4t" title="Theologische Fakultät">theologischen Fakultäten</a>, dem <a href="Religionsunterricht" title="Religionsunterricht">Religionsunterricht</a>, der Seelsorge in Militär, Polizei, Strafanstalten usw.
</p><p>Mitunter haben sich auch Religionsgemeinschaften verpflichtet, bei der Ausbildung ihrer Geistlichen bestimmte Mindestanforderungen einzuhalten, staatliche Stellen bei Ämterbesetzungen mitwirken zu lassen oder kirchliche Gliederungen (z.&nbsp;B. <a href="Di%C3%B6zese" title="Diözese">Bistum</a>) unverändert zu lassen.
</p><p>Gewöhnlich enden die Staatskirchenverträge mit Vereinbarungen, dass die Vertragsparteien etwa auftretende Probleme einvernehmlich beilegen werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kirchenverträge_in_Deutschland"><span id="Kirchenvertr.C3.A4ge_in_Deutschland"></span>Kirchenverträge in Deutschland</h2></div>
<p>Vorbildfunktion hatte unter Geltung des <a href="Grundgesetz_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland" title="Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland">Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland</a> der (nach seinem Unterzeichnungsort, dem <a href="Kloster_Loccum" title="Kloster Loccum">Kloster Loccum</a>, benannte) <a href="Loccumer_Vertrag" title="Loccumer Vertrag">Loccumer Vertrag</a> zwischen dem Land <a href="Niedersachsen" title="Niedersachsen">Niedersachsen</a> und den evangelischen <a href="Landeskirche" title="Landeskirche">Landeskirchen</a> in Niedersachsen vom 19. März 1955.
</p><p>Die Geltung von Staatskirchenverträgen für die <a href="Neue_L%C3%A4nder" title="Neue Länder">neuen Bundesländer</a> aus der Zeit vor Gründung der <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">Deutschen Demokratischen Republik</a> ist umstritten. Die DDR erkannte die Verträge nicht an, obgleich sie sie nicht selten erfüllte.
</p><p>In Deutschland führte die Ungewissheit über die Fortgeltung des zwischen dem Heiligen Stuhl und dem <a href="Deutsches_Reich_1933_bis_1945" class="mw-redirect" title="Deutsches Reich 1933 bis 1945">Deutschen Reich</a> am 20. Juli 1933 abgeschlossenen <a href="Reichskonkordat" title="Reichskonkordat">Reichskonkordats</a> dazu, dass über längere Zeit weniger Konkordate abgeschlossen wurden, als das bei den (evangelischen) Kirchenverträgen der Fall war. Mit dem (die Fortgeltung bejahenden) Urteil des <a href="Bundesverfassungsgericht" title="Bundesverfassungsgericht">Bundesverfassungsgerichts</a> vom 16. März 1957 und vor allem dem <a href="Deutsche_Wiedervereinigung" title="Deutsche Wiedervereinigung">Beitritt der DDR</a> ist aber auch im römisch-katholischen Bereich eine erneute Hinwendung zum Vertragsstaatskirchenrecht zu beobachten gewesen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Geltende_Konkordate_mit_der_römisch-katholischen_Kirche"><span id="Geltende_Konkordate_mit_der_r.C3.B6misch-katholischen_Kirche"></span>Geltende Konkordate mit der römisch-katholischen Kirche</h3></div>
<ul><li><a href="Bayerisches_Konkordat_(1924)" title="Bayerisches Konkordat (1924)">Bayerisches Konkordat</a> vom 29. März 1924</li>
<li><a href="Preu%C3%9Fenkonkordat" title="Preußenkonkordat">Preußenkonkordat</a> vom 14. Juni 1929</li>
<li><a href="Badisches_Konkordat" title="Badisches Konkordat">Badisches Konkordat</a> vom 12. Oktober 1932</li>
<li><a href="Reichskonkordat" title="Reichskonkordat">Reichskonkordat</a> vom 20. Juli 1933</li>
<li>Vertrag des Landes Hessen mit den katholischen Bistümern in Hessen vom 9. März 1963</li>
<li>Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Lande Niedersachsen vom 26. Februar 1965</li>
<li><a href="Erg%C3%A4nzungsvereinbarung_zwischen_dem_Heiligen_Stuhl_und_dem_Land_Nordrhein-Westfalen" class="mw-redirect" title="Ergänzungsvereinbarung zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Nordrhein-Westfalen">Ergänzungsvertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Nordrhein-Westfalen vom 26. März 1984</a> (Besonderheit s. Artikel X zur möglichen Öffnungsklausel)</li>
<li>Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Freistaat Sachsen vom 2. Juli 1996</li>
<li>Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Freistaat Thüringen vom 11. Juni 1997</li>
<li>Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Mecklenburg-Vorpommern vom 15. September 1997</li>
<li>Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Sachsen-Anhalt vom 15. Januar 1998</li>
<li>Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Brandenburg vom 12. November 2003</li>
<li>Vertrag zwischen der Freien Hansestadt Bremen und dem Heiligen Stuhl vom 21. November 2003</li>
<li>Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und der Freien und Hansestadt Hamburg vom 29. November 2005</li>
<li>Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Schleswig-Holstein vom 12. Januar 2009</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Verträge_mit_den_evangelischen_Kirchen"><span id="Vertr.C3.A4ge_mit_den_evangelischen_Kirchen"></span>Verträge mit den evangelischen Kirchen</h3></div>
<ul><li>Vertrag zwischen dem Bayerischen Staate und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern rechts des Rheins vom 15. November 1924</li>
<li>Vertrag des Freistaates Preußen mit den evangelischen Landeskirchen<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> vom 11. Mai 1931</li>
<li>Vertrag der Bundesrepublik Deutschland mit der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Regelung der evangelischen Militärseelsorge vom 22. Februar 1957</li>
<li>Vertrag des Landes Schleswig-Holstein mit den Evangelischen Landeskirchen in Schleswig-Holstein vom 23. April 1957</li>
<li>Vertrag des Landes Nordrhein-Westfalen mit den Evangelischen Kirchen von Rheinland und Westfalen vom 9. September 1957</li>
<li>Vereinbarung des Landes Niedersachsen mit den Evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen über die Privatschulen vom 10. September 1957</li>
<li>Vertrag des Landes Nordrhein-Westfalen mit der Lippischen Landeskirche vom 6. März 1958, Ergänzung vom 26. September 1959</li>
<li>Vertrag des Landes Hessen mit den Evangelischen Landeskirchen in Hessen vom 18. Februar 1960</li>
<li>Vertrag des Landes Rheinland-Pfalz mit den Evangelischen Landeskirchen in Rheinland-Pfalz vom 3. November 1962</li>
<li>Ergänzungsvertrag des Landes Niedersachsen mit den evangelischen Kirchen vom 4. März 1965</li>
<li>Vertrag der Freien Hansestadt Bremen mit den Evangelischen Kirchen in Bremen vom 31. Oktober 2001</li>
<li><a href="Wittenberger_Vertrag" title="Wittenberger Vertrag">Wittenberger Vertrag</a> des Landes Sachsen-Anhalt mit den Evangelischen Landeskirchen in Sachsen-Anhalt vom 15. September 1993</li>
<li><i>Güstrower Vertrag</i> zwischen dem Land Mecklenburg-Vorpommern und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und der Pommerschen Landeskirche vom 20. Januar 1994</li>
<li>Vertrag des Freistaates Thüringen mit den Evangelischen Kirchen in Thüringen vom 15. März 1994</li>
<li>Vertrag des Freistaates Sachsen mit den evangelischen Landeskirchen im Freistaat Sachsen vom 24. März 1994</li>
<li>Vertrag zwischen dem Land Brandenburg und den evangelischen Landeskirchen in Brandenburg vom 8. November 1996</li>
<li>Vertrag zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche 29. November 2005</li>
<li>Vertrag des Landes Berlin mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz vom 20. Februar 2006</li>
<li>Evangelischer Kirchenvertrag Baden-Württemberg vom 17. Oktober 2007 (mit den <a href="Evangelische_Landeskirche_in_Baden" title="Evangelische Landeskirche in Baden">evangelischen Landeskirchen in Baden</a> und <a href="Evangelische_Landeskirche_in_W%C3%BCrttemberg" title="Evangelische Landeskirche in Württemberg">Württemberg</a>; ersetzt den Vertrag des Freistaates Baden mit der Vereinigten Evangelisch-protestantischen Landeskirche Badens vom 14. November 1932 und – für das Gebiet der ehemaligen <a href="Hohenzollernsche_Lande" title="Hohenzollernsche Lande">Hohenzollernschen Lande</a> – den Vertrag des Freistaates Preußen mit den Evangelischen Landeskirchen vom 11. Mai 1931)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Spezifischere_Themen_betreffende_Verträge_mit_christlichen_Institutionen"><span id="Spezifischere_Themen_betreffende_Vertr.C3.A4ge_mit_christlichen_Institutionen"></span>Spezifischere Themen betreffende Verträge mit christlichen Institutionen</h3></div>
<ul><li>Vereinbarung über die evangelische Seelsorge im Bundesgrenzschutz vom 20. bis 23. Juli/12. August 1965</li>
<li>Vertrag des Saarlandes von 1968 über den Theologischen Lehrstuhl der Universität Saarbrücken</li>
<li>Vertrag des Landes Niedersachsen mit der Freireligiösen Landesgemeinschaft Niedersachsen vom 8. Juni 1970</li>
<li>Abschließendes Protokoll des Landes Berlin über Besprechungen mit der Evangelischen Kirche vom 2. Juli 1970</li>
<li>Vereinbarung über den kirchlichen Dienst an Polizeibeamten (Polizeiseelsorge) im Saarland vom 25. Oktober 1978 (auch mit römisch-katholischen <a href="Di%C3%B6zese" title="Diözese">Diözesen</a>)</li>
<li><i>Düsseldorfer Vertrag</i> des Landes Nordrhein-Westfalen zum Hochschulwesen vom 29. März 1984</li>
<li>Vereinbarung des Freistaates Sachsen mit den Ev. Kirchen im Freistaat Sachsen zur Regelung der seelsorgerlichen Tätigkeit in den Justizvollzugsanstalten vom 25. Januar 1993</li>
<li>Vereinbarung zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und den Ev. Kirchen im Land Sachsen-Anhalt zur Regelung der seelsorgerlichen Tätigkeit in den Justizvollzugsanstalten vom 24. März 1994</li>
<li>Vereinbarung zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und den Ev. Kirchen im Land Sachsen-Anhalt über den kirchlichen Dienst an Polizeibeamten</li>
<li>Vertrag über die Gestellung im kirchlichen Dienst für den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen im Freistaat Sachsen vom 7. September 1994 (abgeschlossen auch mit den katholischen Bistümern)</li>
<li>Rahmenvereinbarung der Bundesrepublik Deutschland mit der Evangelischen Kirche in Deutschland über die evangelische Seelsorge in der Bundeswehr im Bereich der neuen Bundesländer vom 12. Juni 1996</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Verträge_mit_jüdischen_Gemeinden"><span id="Vertr.C3.A4ge_mit_j.C3.BCdischen_Gemeinden"></span>Verträge mit jüdischen Gemeinden</h3></div>
<ul><li>Vertrag zwischen dem Freistaat Bayern und dem Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern sowie der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern vom 14. August 1997</li>
<li>Vereinbarung zwischen dem Senat von Berlin und der Jüdischen Gemeinde zu Berlin vom 8. Januar 1971</li>
<li>Vertrag zwischen dem Land Hessen und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen vom 11. November 1986</li>
<li>Vertrag zwischen dem Freistaat Thüringen und der Jüdischen Landesgemeinde vom 1. November 1993</li>
<li>Vertrag des Landes Sachsen-Anhalt mit der Jüdischen Gemeinschaft in Sachsen-Anhalt vom 23. März 1994</li>
<li>Vertrag des Freistaates Sachsen mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden vom 7. Juni 1994</li>
<li>Vertrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden vom 14. Juni 1996</li>
<li>Vertrag zwischen der Jüdischen Gemeinde in Hamburg und dem Land Schleswig-Holstein über die Förderung jüdischen Lebens in Schleswig-Holstein vom 12. März 1998</li>
<li>Vertrag zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz vom 8. März 2000</li>
<li>Staatsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Zentralrat der Juden in Deutschland vom 27. Januar 2003</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Verträge_mit_islamischen_Verbänden"><span id="Vertr.C3.A4ge_mit_islamischen_Verb.C3.A4nden"></span>Verträge mit islamischen Verbänden</h3></div>
<ul><li>Vertrag zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg, dem DITIB-Landesverband Hamburg, SCHURA – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg und dem Verband der Islamischen Kulturzentren von 2012<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Vertrag zwischen dem Land Bremen, dem DITIB-Landesverband Bremen, SCHURA – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Bremen und dem Verband der Islamischen Kulturzentren von 2013<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kritik">Kritik</h2></div>
<p>Die Staatskirchenverträge stehen in Deutschland auch in der Kritik von säkularer Seite: So fordert etwa die <a href="Humanistische_Union" title="Humanistische Union">Humanistische Union</a> die Kündigung der Kirchenverträge, da diese Verträge die Privilegien von Kirchen sichern würden. Diese Verträge seien auch schädlich, weil ihr Inhalt dem parlamentarischen Entscheidungsprozess weitgehend entzogen wird.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Hans_Ulrich_Anke" title="Hans Ulrich Anke">Hans Ulrich Anke</a>: <i>Die Neubestimmung des Staat-Kirche-Verhältnisses in den neuen Ländern durch Staatskirchenverträge: zu den Möglichkeiten und Grenzen des staatskirchenvertraglichen Gestaltungsinstruments.</i> 1. Auflage, Mohr Siebeck, Tübingen 2000, ISBN 3-16-147319-1 (<i>Jus Ecclesiasticum</i>, Bd.&nbsp;62).</li>
<li>Gabriele-Maria Ehrlich: <i>Der Vertrag des Apostolischen Stuhls mit dem Land Sachsen-Anhalt</i> (=&nbsp;<i>Tübinger kirchenrechtliche Studien</i>, Band 10). Lit Verlag, Berlin/Münster 2010, ISBN 978-3-643-10402-1 (zugleich Diss. Univ. Tübingen, 2009).</li>
<li>Christian Hermes: <i>Konkordate im vereinigten Deutschland.</i> Grünewald, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7867-2763-7 (zugleich Diss. Univ. Tübingen, 2008).</li>
<li><a href="Alexander_Hollerbach" title="Alexander Hollerbach">Alexander Hollerbach</a>: <i>Verträge zwischen Staat und Kirche in der Bundesrepublik Deutschland.</i> Klostermann, Frankfurt am Main 1965, ISBN 3-465-00480-9.</li>
<li><a href="Norbert_Buske" title="Norbert Buske">Norbert Buske</a>: <i>20 Jahre »Güstrower Vertrag«</i>. <a href="Thomas_Helms_Verlag" title="Thomas Helms Verlag">Thomas Helms Verlag</a>, Schwerin 2014, ISBN 978-3-940207-50-0.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kirchenrecht-online.de/staatsk/srq.html">Die einzelnen – Deutschland betreffenden – Vertragstexte</a></li>
<li>Hans-Peter Hübner: <i>Kirchenverträge von 1924/1925</i>. In: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44376">Historisches Lexikon Bayerns</a></li>
<li>Karl Böck: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.opus-bayern.de/uni-augsburg/volltexte/2006/481/">Die Änderung des Bayerischen Konkordats von 1968. Das Ende der Auseinandersetzungen über die Bekenntnisschule und die rechtliche Sicherung katholischer Erziehung in Bayern</a></i>, Vortrag, Augsburg 1989 (Digitalisat)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Kirchliche Vertragspartner waren die Landeskirchen <a href="Evangelische_Kirche_der_altpreu%C3%9Fischen_Union" title="Evangelische Kirche der altpreußischen Union">Altpreußische Union</a>, <a href="Evangelische_Landeskirche_Frankfurt_am_Main" title="Evangelische Landeskirche Frankfurt am Main">Frankfurt/Main</a>, <a href="Evangelisch-lutherische_Landeskirche_Hannovers" title="Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers">Hannover (lutherisch)</a>, <a href="Evangelisch-reformierte_Kirche_in_Nordwestdeutschland" title="Evangelisch-reformierte Kirche in Nordwestdeutschland">Hannover (reformiert)</a>, <a href="Evangelische_Landeskirche_in_Hessen-Kassel" title="Evangelische Landeskirche in Hessen-Kassel">Hessen-Kassel</a>, <a href="Evangelische_Landeskirche_in_Nassau" title="Evangelische Landeskirche in Nassau">Nassau</a>, <a href="Evangelisch-Lutherische_Landeskirche_Schleswig-Holstein" class="mw-redirect" title="Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schleswig-Holstein">Schleswig-Holstein</a> sowie <a href="Evangelische_Landeskirche_in_Waldeck" title="Evangelische Landeskirche in Waldeck">Waldeck und Pyrmont</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://deadurl.invalid/http://www.hamburg.de/contentblob/3551370/data/download-muslim-verbaende.pdf">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.hamburg.de/contentblob/3551370/data/download-muslim-verbaende.pdf">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Toter Link/www.hamburg.de</span> <small>(Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2021. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://timetravel.mementoweb.org/list/2010/http://www.hamburg.de/contentblob/3551370/data/download-muslim-verbaende.pdf">Suche in Webarchiven</a>)</small></span>
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<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://deadurl.invalid/http://blog.initiativgruppe.de/2013/01/16/bremen-staatsvertrag-mit-den-muslimen-unterzeichnet/">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://blog.initiativgruppe.de/2013/01/16/bremen-staatsvertrag-mit-den-muslimen-unterzeichnet/">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Toter Link/blog.initiativgruppe.de</span> <small>(Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2021. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://timetravel.mementoweb.org/list/2010/http://blog.initiativgruppe.de/2013/01/16/bremen-staatsvertrag-mit-den-muslimen-unterzeichnet/">Suche in Webarchiven</a>)</small></span>
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<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://deadurl.invalid/http://blog.initiativgruppe.de/wp-content/uploads/2013/01/islamvertrag.pdf">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://blog.initiativgruppe.de/wp-content/uploads/2013/01/islamvertrag.pdf">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Toter Link/blog.initiativgruppe.de</span> <small>(Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2021. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://timetravel.mementoweb.org/list/2010/http://blog.initiativgruppe.de/wp-content/uploads/2013/01/islamvertrag.pdf">Suche in Webarchiven</a>)</small></span>
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